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Ordre des Generals Drrraufstich. vom 29. Oktober 1848, Abends.
An mein ehrenwerthes Offiziercorps!
Gott verrrdamm mich! — Die Wirrrthschast bin ich müde. Kam — rrraden! Schleift die Schwerrrter haarscharf, die Kugel in den Lauf! Wirrr und derrr König! Nieder mit Allen! Hau't drrrauf! Schießt drrrauf! Jmmerr zu, drrrauf! drrrauf! drrrauf! drrrauf! Drrraufstich, General.
Gedanken eines schlichten Mannes.
Frage: Als Deutschland sich unter dem Ministerium Thiers ernstlich von Frankreich mit einem Kriege bedroht sah, dachte der deutsche Bund nicht entfernt daran, die Bundesarmee zu verstärken oder gar zu verdoppeln ; man hielt dieselbe für hinreichend, jedem auswärtigen Feinde Widerstand zu leisten. Warum nun jetzt, da Deutschland weder von Frankreich noch von Rußland Krieg zu fürchten hat, eine Verdoppelung, beziehungsweise Verdreifachung der deutschen Bundesarmee? Denn der Czaar mit seinen Russen kommt nur wenn er gerufen wird von seinem ' Herrn Schwager in Berlin oder vom Herrn Bruder in Ollmütz.
Antwort: Weil der VolkSdeputirte (?) R a d o w i tz also calculirt: „Das deutsche Volk hofft von seinen von ihm selbst gewählten Vertretern Verminderung seiner stehenden Heere und dadurch Verminderung der Abgaben. Aber so wohl soll's dem Volk nicht werden. Es muß sich nach der alten Wiükührherrschast, wie einst die Juden in der Wüste nach den Fleischtöpfen Egyptens /zurücksehnen. Und deshalb müssen unter dem Vorwande: ein einiges, freies, glückliches und nach Außen mächtiges Deutschland zu gründen, die Armeen und mit diesen die Abgaben an den Staat verdoppelt werden; außerdem läßt man die unruhigen, allerlei mißliebigen Hoffnungen sich hingebenden „Unterthanen" nebst ihren Söhnen bewaffnen und unter die Militärherrschaft d. h. unter die Kriegsartikel stellen. Damit sie nun hübsch artig und willig sind, und hübsch bezahlen und ihre Sohne Hergebeu, wird ihnen, wie den Kindern für den Weihnachtsabend allerlei Spielzeug versprochen, eine kleine Flotte mit kleinen Soldätchen — eine kleine Fe- stung mit Kanönchen. Nun seid auch Hüsch artig, ihr Klemen, sonst bringt's Christkindchen kein Flottchen!
Die Mediatisirungskunst.
^er SolmS packt seinen Unterthan, Der fleht ihn laut um Schonung an. sprach: Du mußt gefressen sein, Denn ich bin groß und Du bist klein.
^" ^effe 9nff dm Solms mit Gier, Der Ichne: waS that ich Armer Dir?
Der Hesse sprach: Was fällt Dir ein, Ich bin ja groß und du bist klein.
Der Preuße streckt die Krallen aus, Der Hesse jammert in Angst und Graus. Der Preuße spricht: Dummbart sieh' ein, Ich bin ja groß und du bist klein.
Dem Volk, dem währt der Spaß zu lang, Es dreht sich einen festen Strang: Du letzter Vielfraß, lass' Dein Schrei'n, Denn ich bin groß, sprichts, Du bist klein.
So war's nicht gemeint!
1.
(Zimmer des Lieutenants.)
Lieutenant Brrr. Unteroffizier!
Unteroffizier. Was befehlen der Herr Lieutenant ! Hier . . .
Lieutenant Brrr. Die Soldaten sind zur Unterschrift dieses Zettels zu kommandiren.
Untero ffizier. Aber . . .
Lieutenant Brrr. Donner und Hagel! — Aber? Lass' Er das Wort noch einmal hören. Ist Er auch von der neuen Zeit gebissen? Ihn soll ja gleich das Himmeldonnerwetter! Die Kriegsartikel bestehen noch. Wir Offiziere entscheiden darüber, ob sie bleiben sollen oder nicht. Meint Ihr, das Bürgerpack könnte Euch was verschaffen? Ihr Ochsen! Marsch! Die verdammten Himmelhunde sollen unterschreiben.
Unt ero sfi zi er. Wie der Herr Lieutenant befehlen !
Lieutenant Brrr. Gut! Himmel - Herrgottsa- kerment!
2.
(In der Kaserne.)
Unt er off: zier. Hier wird unterschrieben!
Gefreiter. Aber . . .
Unteroffizier. Was? Aber? — Himmelkreuz- millionensternsakerment. DaS Donnerwetter soll Dich verschmeißen, Du Lausekerl. Meinst Du, wir hätten keine Kriegsartikel mehr? — Ich will Euch Hunden die Reife an treiben. Unterschreibt! Du da, Hanjürge, willst Du Deinen Namen hinkratzen, oder Dich soll das Gewitter. Du, Hanauer, Nir gelesen da; hier wird Nir