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dem er ein paar Wochen gehungert und gedurstet hat, und eben so viel Flüche als Gebete über sein blasses Gesicht gegangen sind, wird er gegen die Gebühr zu irgend einer Religion geschrieben und hat dann das Recht, als Christ oder Jude weiter zu hungern und zu dursten und durch Schreien und Wimmern seinen Protest gegen den Eintritt in die Welt zu erkennen zu geben. In­dessen ist er einmal da. Seiner Zeit wird er deshalb auch zur Schule gezogen, wo er unter den täglichen Schlägen des Schulmeisters diejenigen vergißt, welche seiner Abends zu Hause warten. Nach Ablauf von vier­zehn Jahren wird ihm bemerklich gemacht, daß er man­cherlei Elend werde ertragen müssen, wie das in diesem Jammerthal nicht zu ändern stehe, und daß er vermuth­lich als Taugenichts am Galgen sterben werde. Zum Trost wird ihm dabei mitgetheilt, daß ein Kameel zwar nicht durch ein Nadelöhr und ein Reicher schwerlich in den Himmel, aber zum Ersatz durch verschiedene Hinter­thüren in ein Staatsamt und dergleichen gehe. Diese Vermahnung heißt Cvnsirmation, wird gegen Geld er­theilt und mit einem Liebesmahl begleitet.

Nach diesem Acte schustert oder schneidert der arme Unterthan, wenn er gerade einen gefälligen Meister fin­det, oder bereitet sich sonst zu einem Geschäfte vor, wobei er ad libitum Hungers sterben oder Bauquerot machen könnte, wenn er überhaupt Gelegenheit hätte, eS anzufangen. Ist er achtzehn Jahre alt, so muß er ei­ner beliebigen Behörde versichern, daß er sein Lebtag ein ruhiger Unterthan sein und bleiben und seinen ange­stammten Fürsten, den Adel und die Beamten, vor allen Dingen aber jegliches Eigenthum als Heiligthum anbeten wolle. Von da an ist er ein gemachter Mann, d. h. er ist ein wichtiger Gegenstand für die Polizei- und Stadtbehörden und wird allerseits als ein angehender Spitzbube betrachtet. Zu dem Ende wird er nun auch in die Steuerlisten eingetragen, wogegen ihm dann Ge­fangen- und Leihhäuser, Thorschreiber und Chausseegeld­erheber , Steuererecutanten, Paß - und ähnliche Wohl- thätigkeitsbehörden zur Verfügung gestellt werden, die ihn gegen die eingezahlten Gelder mit Wasser und Brod regaliren. (Forts, folgt.)

Der Psalmist an den Hofschauspieler Biberhofer, Schutzwächter.

Herr! du erforschest mich und kennest mich.

Ich sitze oder stehe auf, so weißt du eS. Du verstehest meine Gedanken von ferne.

Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege.

Führe ich gen Himmel, so bist du da.

Bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröthe und bliebe am äußersten Stadtende,

So würde mich doch daselbst deine Hand finden und deine Rechte mich festhalten. Amen.

Sitzt der Mann noch, den Sie neulich unter bedrohlichen Aeußerungen arretirt haben (und den die Eisenbahnverwaltung sofort entlassen haben soll), Herr Biberhofer? Der ganze Vorfall bedürfte wohl der Aufklärung. ,

Und als ich nuy erwachte, War's Winter in der Welt Dass Eis im Flusse krachte, ES- rappelte das Geld.

Die hohen Freiheitsträume,

; Sie lagen uuter'm Schnee, Gen Himmel ragten die Bäume Und riefen schreiendweh!"

Und Alles war eingefroren, Die ganze Schwindelei, Drei Dutzendhöchstgeboren", Die find und bleiben frei.

Wie ein Barbier barbirt wird.

Ein Barbier wird barbirt, indem er in ein Landge­richt geht und einem Beamten den Bart abnimmt. Von diesem Beamten wird er zu einem andern Beamten ge­schickt, wo er ein kleines Geschäftchen zu machen gedenkt. Angekommen, wird nicht rasirt, sondern protocollirt und schließlich ein Eidchen geschworen.

Der Grundton lautet:

Wir sitzen so fröhlich beisammen Und haben einander so lieb.

Vor gänzlicher Aufhebung der Strockprügel beab­sichtigen die Unterzeichneten noch einige Vorstellungen über die Anwendung derselben bei siebenzigjährigen Grei­sen und fremden Schullehrern, item bei solchen, welche zu ihrer sterbenden Mutter verlangen, zu geben und ersuchen daher um Einleitung weiterer Scandäler.

Mehrere Schutzwächter u. Bürgergardisten. Im Namen derselben:

H. P. B.

Daß einer in bürgerlicher Entrüstung zum Kol­ben greift und dreinschlägt, daö ist mir begreiflich! daß aber ein gebildeter Mensch nachher vor Freude wie­hert, weil ihm die Noth das Amt eines Büttels über­trug das begreift nur Hr. Pfaff.