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Zwar fordert er auf an die dreitausend Mann, — die Besatzung noch gar nicht zu rechnen,

Zu schützen sein Haus, die Schlafkammer erst, wo die hessische Zeitung sich ausruht

Von redlicher Last und energischer Müh', die Freiheit des Volkes zu sichern, —

Zwar ruft er sie an, und dräuet und stampft, die männliche Göttin aus Delphi, Und fordert die Faust der Gebildeten auf, sich an dem Cravall zu betheil'gen,

Gemein sich zu machen und unpopulär und ihn nicht zu lassen im Unglück.

Doch thut er es nicht wie Coriolan die Patrizier auf­rief zur Abwehr,

Noch weniger doch wie Demosthenes that, der einst seinen Schild in der Schlacht ließ, Er fordert sie nur, weil er sicher es weiß, daß Nie­mand dem Rufe Gehör gibt.

Da habt ihr ihn denn, den gewaltigen Mann, der bis an die Zähne gerüstet,

Im Bürgerverein und im Leseverein, sich wälzt auf den Daunen des Ruhmes,

Und sicher einmal den Eberhard selbst, wenn's länger so fortgeht, noch fenstert,

Dieweil er nicht hört auf den Mirabeau und — die verguizote hessische Zeitung!

(Fortsetzung folgt.)

Offene Spalten.

— In Frankreich wird ein neuer Ausstand befürch­tet. Für die nächste Zeit wird's wohl nicht gefährlich werden; ans alle Fälle stehen aber im Hintergründe die Proletarier.

— Der König von Preußen hat bei dem Dombau­feste, dessen Beschreibung in den Hofzeitungen an die Schilderungen der Casseler Fahnenweihe erinnert, erklärt, daß er ein Fürst sei — man glaubt's nemlichfast nicht mehr! — und daß er hoffe, die Nationalversamm- lnng werde es nicht vergessen. Gewiß nicht! Die Na­tionalversammlung vergißt so zarte Verhältnisse nicht.

— Item: Der König von Preußen hat auf selbigem Feste sehr viel Wein getrunken, wovon sonderbarer Weise der Unterth an benebeltwordenist. Das nenne ich innigen Zusammenhang.

— Item: Der Reichsverweser hat die Preußen v. mahnt, ihrem Könige treu zu bleiben. Er bleibe auch seinem Kaiser treu.

— Item: In Düsseldorf hat der König von Preu­ßen den Appetit verloren. Wie gemeldet, scheint er den Durst behalten zu haben.

— Der Kaiser von Oesterreich befindet sich wieder ganz leidlich daheim. Theils wird er behocht, theils nicht. Die Academiker sind am unleidlichsten, sie hatten ihn schon vergessen. Sonst sieht eö in Oesterreich aus wie im deutschen Parlament. Auf der einen Seite wird sich gehauen, auf der andern mit Redensarten getröstet.

— Der berüchtigte König Carl Albert hat in Ober­italien wirklich ein schmachvolles Spiel getrieben. Ein Räuberhauptmann ist Kleinigkeit gegen ihn. Er hat gesengt, geplündert rc., und alles en gros und alles zum Vortheil seiner angestammten Herrlichkeit. Hof­fentlich wird er auch das Ende eines Räuberhaupt- mannS genießen. — Genua ist bereits im Aufstand.

— Der Kaiser der Cosacken und ähnlicher Völker- schaaren wirthschaftet mit seinen Fäusten überall, selbst in der Bourgeoiörepublik. Wird noch besser kommen. In russisch Polen soll übrigens ein Aufstand ausge­brochen sein.

— England beschäftigt sich mit gar nichts als mit diplomatischen Verbindungen und derlei vornehmen Ge­schäften. Die Katze läßt vom Mausen nicht — nie!

— Schließlich bemerke ich, daß Deutschland näch­stens eine Million Soldaten besitzt, Frankreich und Ruß­land im Verhältniß, Alles wohl ausgerüstet und einge­schult , und daß es dann losgehen kann.

Stand der Aktien und des Handels.

Republikanische Aktien.....— 30.

Konstitutionelle dgl ......— 70.

Breite Grundlagen ..... = ohne Werth.

Kassel. Verantwortlicher Verleger: I. C. I. Raabë. — Druck der Estienne'schen Buchdruckerei.