D i e Hornisse.
Zeitung für hessische Biedermänner.
«^ Cassel, am 26. August 1848«
Die „Hornisse" erscheint wöchentlich einmal und kann gleich nach dem Erscheinen für 1 Sgr. die Nummer bei Hrn. Buchhändler J. C. I. Raab« 8? Comp., Steinweg Nr. 190 in Kassel, in Empfang genommen werden. Unbemittelte können sich das Blatt durch bemittelte Personen kaufen lassen. Alles, was Stachel hat, wird ersucht, Beiträge zu liefern. An Honorar ist freilich nicht zu denken; es ist nur der Ehre wegen. Auszüge aus der „Neuen Hessischen Zeitung" und der „freien Presse" werden indessen gut bezahlt. Die „Kasseler Zeitung" schreibt der Redacteur selbst ab, weil er sich diesen Genuß nicht versagen mag. Aus „dem Henkel" wird nichts ausgenommen.
I ! I ! 1 1 ♦ ♦♦♦♦♦
Repertorium.
Donnerstag: Schutzwachenball.
Freitag: Eröffnung der Eisenbahn.
Sonnabend: Eröffnung der Eisenbahn.
Sonntag: Geburtstag unseres allerhöchsten Herrn.
Montag: J
Dienstag: / Scandäler.
Mittwoch: ) x
Donnerstag: Aufruhracte.
Freitag: Belagerungszustand.
Sonnabend: Ruhe.
'der Küchenzettel von den letzten zehn Tagen, aufgestellt von den hohen und niedern Behörden Kassels, und dem Volke vorgesetzt zum Essen und Fröhlichsein!!!
D'rum: Singe, o Muse, den Mann, den vielgewandten, den Bolzmann!
Singe, o Muse, den Mann, den starkgebauten, den Collet!
Singe, o Muse, den Mann, den schief gemalten, den Ditfurth!
Das ist der Jubel von wegen des Schutzwachenballs , der da abgehalten wurde am Donnerstag nach dem achten Sonntag nach Trinitatis, und sehr schön war, schöner selbst als das Fest am Tage des ungesäuerten Brodes, da kein Manna geregnet wurde und die Schutzwache sich nach den Fleischtöpfen Egyptens sehnte.
Viel ja sah man des edlen Weines und des süßen Gebäckes, welches erspart worden war am Tage des ungesäuerten Brodes , da kein Manna geregnet wurde, u. s. w.