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furt dennoch schöne Früchte erblühen, die wahre Wohlfahrt, die große Bedeutung und endliche Geltung der deutschen Nation erwachsen möge.

Wiederholt aber muß daran erinnert werden, daß das verehrte Komitè der Volksversammlungen in seinem gelben Anschläge den Irrthum begangen, zu erklären, daß vor 2 Uhr Nachmittags (den 17.) kein Antrag von irgend einer Seite zur Feier des ISten an dasselbe gestellt worden sei; denn, wie erwähnt, war schon um 11 Uhr Vormittags ein daheriges Ersuchen an den Herrn Präsidenten desselben eingesandt worden; warum solches aber nicht vor 2 Uhr Nachmittags in dieses Herrn Hände und dann zur Bespre­chung in das Komitè gekommen, wissen wir nicht*). Aber gesetzt den Fall, daß auch erst zu der etwas verspä­teten Nachmittagszeit das fragliche Ersuchen bei dem Komilè zur Vorlage gekommen, so fragt man doch immer mit allem Rechte: warum dasselbe die Antragsteller so ganz und gar keiner Antwort zu würdigen für gut erachtete? Wären Letztere nicht wenigstens einer abschläglichen Antwort, mit Angabe der Gründe, warum man auf ihre Vorschläge nicht eingehen könne oder wolle, werth gewesen? — Man überläßt dem verehr!. Komitè der Volksversammlungen und dessen Auf­traggebern, den Bewohnern Kassels, nach der hier gegebe­nen treuen Darstellung der Sache die Beurtheilung dieser Angelegenheit, und fragt schließlich: ob es nicht auch mit in der Aufgabe des Volks -Komitè liegen muß, bei Ver­anlassungen von gleicher Bedeutung, wie der 18. Mai von 1848, auch dann, wenn man aus dem einen oder andern Grunde keine Feier derselben beabsichtigt, dieserhalb dem Volke mit einer bezüglichen Erklärung entgegen zu kommen, um hierdurch, wo möglich, auch einem jeden daherigen Versuche zu begegnen, und so Reibungen sowohl zu ver­hindern, als auch die wirkliche oder eingebildete Nothwen­digkeit zu vermeiden, am Abend und bis in die tiefe Nacht eines solchen Tages 500 bis 600 Bewaffnete auf den Beinen zu erhalten, um — Gespenster zu bekämpfen.

Tages-Chronik.

In der Nationalversammlung zu Paris hat es hart hergegangen. Unter dem Vorwand, eine Demonstration zu Gunsten Polens vorzunehmen, zog ein ungeheurer Volks­haufen nach dem Palast der Nationalversammlung. Der­selbe war geschlossen; eine Menge stieg jedoch über die Mauer, öffnete die Pforten und nun wälzte sich eine ge­waltige Masse in den Saal und auf die Tribünen und stellte''das Begehren: daß die Nationalversammlung Ruß­land den Krieg erkläre, wofern es nicht in die Wiederher­stellung Polens, eines demokratischen Polens, einwillige. Vor Lärm und Toben geschah eigentlich nichts, die Na­tionalversammlung war förmlich gefangen und zuletzt sogar aufgelöst erklärt worden; bis denn endlich die 4te Le­gion der Nationalgarde einscbritt, den Palast säuberte, wor­

•) Der Vorsitzende des ComitecS war am 17. dieses verreist. Im Komitee selbst ist diese Angelegenheit gar nicht zur Sprache gekommen, da gar keine Sitzung an diesem Sage statt fand. Am 18. Morgens halb zehn Uhr habe ich, für meine Person, erst Kenntniß von der Eingabe erhalten. Hahndorf.

auf sich die Menge nach dem Stadthause zurückzog und hier eine provisorische Regierung aus den Klubchefs ein­setzte. Dieselbe ward jedoch bald verhaftet und somit§die gesammten Anführer, als: Blanquet, Barbes', Hubert, Al­bert, L. Blanc und Courterais nach Vincennes abgeführt. Die Demonstration zu Gunsten »Polens« war Vorwand um die Massen für sich zu haben, Zweck ist der gänzliche Umsturz des Bestehenden. Auch die Republik genügt nicht, man wollte die Anarchie, die Schreckensherrschaft, den Kampf der Besitzlosen gegen die Besitzenden, und nahm auch diesmal ein solches Stichwort, um den Zweck zu er­reichen, so wie die Republik selbst Louis Philipp und Con­sorten unter dem Namen »Reform« wegqejaqt und sich auf den Thron gesetzt hat.

Frankfurt, 18. Mai. — Der Reichstag ist heute Nachmittags 4 Uhr eröffnet. Der Zug setzte sich unter dem Donner des Geschützes und dem Geläute aller Glocken von dem Kaisersaal aus nach der Paulskirche in Bewegung. Die Bürgerwehr bildete Spalier. Es waren an 400 Mit­glieder anwesend.

Kassel. — Aus Antrag des Hrn. Eissengarthen beschloß heute die Ständeversammlung dem morgenden Früh­gottesdienst in der großen Küche gemeinschaftlich mit dem Stadtrath und dem Bürger -Ausschuß beizuwohnen, um des Himmels Segen für das Gedeihen des deutschen Reichs­tags zu erflehen. — Der Zug wird vom Ständehaus ab gehen. — Hr. Lederer brachte den Antrag der Staats­regierung wegen Zurückziehung der kurhess. Truppen aus Baden beim Bundestag zur Sprache, namentlich den Grund, daß dies durch innere Unruhen bedingt werde; wenn jedoch dies nur die Wälder betreffe, so habe er nichts dagegen. — Hr Nebelthau setzte auseinander, daß in mancher Ge­gend eine wahre Noth durch diese Waldfrevel eintrete, da es nicht blos Inländer, sondern auch Ausländer seien. — Der Hr. Landtagskommissar bestätigte dies mit dem Bemerken, daß die dermaligen Truppen nicht ausreichten, und nur durch starke Truppendetaschements dem Unwesen gesteuert werden könnte. — Hr. Nebellhau berichtete Namens des politischen Ausschusses über eine mit den Mi­nistern des Innern und des Aeußern stattgehabte Konferenz über das Separatprotokoll des Bundestags vom 4. Mai, wonach sich ergeben, daß weder den k-rhessischen Ministe­rien, noch unserm edlen Iordan auch nur das Geringste zur Last fällt. —

Bekanntmachung.

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iflousseline de laine, Kattune in ^^ nen deutschen Farben, Toll du Hord tyc.; &

< ferner ein großes Lager von Umschlag-Tüchern, Z

Ä feine Leinen re.; —reelle unbeschädigte

M Waaren , und dennoch sehr billig. £

* Isidor Katz, J

ff obere Marktstraße Nr. 787. *

Kassel/ — Verantwortlicher Redacteur und Verleger: S. Hahndorf. — Druck der Estienne'scheu Buchdruckerei.