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um uns unsere theuer errungenen Güter wieder zu entreißen zu versuchen; denn ein Versuch wird es doch nur immer bleiben; wir hoffen fertig zu werden mit jenen wilden Horden! Bgn.

In allen Theilen Deutschlands bekundet sich jetzt ein mächtiges Streben nach weiterer Ausbildung des konstitu­tionellen Lebens, da, wo schon Konstitutionen eingeführt sind, und der eifrige Wunsch nach Einführung von Konsti­tutionen, wo sie noch nicht bestehen, daß der Vaterlands- freund sich freuen und es als ein sebr günstiges Ereigniß ansehen muß, daß die deutsche Literatur ein Werk besitzt, welches in den schweren, inhaltreichen Zeiten, die bei solchem politischen Geisteswehen vorherrschend zu sein pflegen, einen treuen und sichern Rathgeber abgiebt für alle politischen Fragen und konstitutionellen Staalseinrichtungen. Wir mei­nen das von den Heroen der politischen Literatur wir nennen hier nur: Bekk, Buchner, Bülau, Falk, Hecker, Iordan, Kolb, Fr. List, Mathy, Mitter­maier, Mohl, Murhard, Pfizer, v. Rotteck, Steinacker, v. Struve, Venedey, v. Wächter, Welker, Wurm, H. Zschokke und vielen andern gleich hoch geachteten Männern des deutschen Volkes bear- bciteteund von dem deutschen Volksvertreter W elker heraus: gegebene Staats-Lexikon, ein Handbuch der Staats- Wissenschaften und der Politik für alle gebildeten Stände. (Altona, bei Hammerich.)

Der ächte Liberalismus, das heißt der Geist des Fortschritts, verzeichnet in diesem klassischen Werke den konstitutionellen Regierungen den Weg, den sie zur Wohl­fahrt der ihnen anvertrauten Völker, so wie zu deren politischen Ausbildung und Aufklärung einzuschlagen haben, den Völkern hinwiederum, daß nur gesetzliche Ordnung und das Bewußtsein des Rechts, mit Aufgebung aller weiter- gehenden Forderungen, das Gedeihen der ^Gesammtwobl- fahrt begründen kann. Durch diese Grundzüge, die sich in allen Artikeln des Werkes kund geben, sind sowohl die Rechte der Throne wie der Völker vertreten, und dieser Geist ist es, der für alle Zeiten, besonders aber für die jetzigen, das Staats-Lerikon für die Beamten, die Volks­vertreter, für jeden Gebildeten in den deutschen Län­dern zu einem unentbehrlichen Handbuche macht. Nicht Jeder freilich ist im Stande das Werk sich anzukaufen, und darum wollen wir gerade auf die Wichtigkeit und Bedeutung desselben aufmerksam machen, damit in den vielen bestehenden und sich unzweifelhaft bildenden Vereinen, wo die Besprechungen über die gemeinsamen großen An­gelegenheiten des weiten Vaterlandes nicht ausbleiben kön­nen ,^ Exemplare vorräthig sein mögen, auf daß Jeder, der sich über die Pflichten und Rechte eines Staatsbürgers be­lehren will, sie auch finde. Gewohnt, die Geschicke der Menschheit von dem großen Geiste gelenkt uns zu denken, der durch das Große auf das Kleine und das scheinbar Kleine auf das Große wirken läßt, möchten wir es auch als eine Fügung ansehen, daß die großen und vielen Schwierigkeiten, mit denen das Werk seit seinem ersten Erscheinen zu kämpfen hatte, glücklich überwunden sind, um jetzt, so hoffen wir, als Leitstern und Pilot zu dienen bei den Stürmen und Klippen des öffentlichen Lebens, die das deutsche Vaterland bedrohen könnten, und die ab­

gewehrt und umgangen zu sehen der Vaterlandsfreund so innig wünschen muß.

Hohe Bedeutung und Wichtigkeit der Volksbildung.

Ein Beitrag zur Weckung rind Hebung des In­teresses ander allgemeinen Volksschule, der Volks-, Bürger- und Realschule.

(Schluß.)

» Das Glück der Familen, der Völker, der Staaten, das Bestehen und Gedeihen derselben wird hauptsächlich bedingt durch die Erziehung, welche man der Heranwach­senden Jugend angedeihen läßt. M. A. Hessler.«

»Ohne Schulen werden die Menschen Bären und Wölfe; es kann nicht so bleiben, wie es ist, darum wollen wir Lehrer anordnen. Einen fleißigen, treuen Lehrer, der Kna­ben treulich lehrt und zeucht, kann man mit keinem Golde bezahlen. M. Luther.«

»Unterricht und Erziehung bilden den Menschen und den Bürger, und beides ist, wenigstens in der Regel, den Schulen anvertraut, so daß ihr Einfluß auf die Wohl­fahrt des Staates von der höchsten Wichtig­keit ist. Fr. Wilhelm III., König von Preußen.«

»Das sagte ich kürzlich: einen fleißigen, frommen Lehrer oder Magister, oder wer es ist, der Knaben treulich zeucht und lehret, den kann man nimmermehr genug ehren und mit keinem Golde bezahlen. Wie auch der Heide Aristoteles sagt: noch ist's bei uns so schändlich veracht, als sei cs gar nichts und wollen dennoch Christen sein!

M. Luther.«

»Sollen die Schulen dem Volke eine Wohlthat werden, sollen sie es erziehen; so müssen deren Beamtete (Lehrer) das Leben des Staates, das Leben des Volkes aus un­mittelbarer ununterbrochener eigener Anschauung kennen, und in demselben auch äußerlich die gebührende Stellung einzunehmen und zu behaupten wissen. Sause.«

»Der Lehrer ist Erzieher der Nation und als solcher Schöpfer der Weisheit und Tugend, oder der Dummheit und des Lasters im Staate. Ein tüchtiger Lehrerkörper wird auch immer einen tüchtigen Volkskörper hervorrufen. Der Geist des Volkes bildet seine Stärke, nicht die Zahl seiner Köpfe. Wer aber weckt den Geist im Volkskörper, wer haucht ihm Seele und Gemüth ein, wer zieht die Uhr seines Herzens auf? »Es ist der Lehrer!«

Scholz.«

»Es ist aber in einer Stadt an einem Lehrer so viel gelegen, als an einem Pfarrherrn. Bürgermeister, Fürsten, Edelleute können wir entbehren. Sc!) ulen kann man nicht entbehren, denn sie müssen die Welt re­gieren! Fr. Harkort's Motto.«

»Ich denke mir die Erziehung als das Schwerste, Mühseligste, Schauerlichste, was es seit Evas Apfelbisse auf Erden gegeben hat. Dinter.«

»Das Ansehen, dessen sich der Lehrer, der öffentliche Erzieher im Volke erfreut, wirkt übrigens auf die Eltern, die Obrigkeit, auf alle, deren Persönlichkeit Achtung ge­bietet, zurück und übt auf die Führung des Schülers einen sehr wesentlichen Einfluß aus. Sause.«

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