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die das große Kapital der Arbeitskräfte gehörig zu be­nutzen wissen.

Man kann nicht verkennen, daß in letzterer Beziehung viele vaterländische Werke vorgeschritten und nicht hinter dem Auslande zurückgeblieben sind. Bei anderen ist dieses aber nicht der Fall, und namentlich gilt dieses von den Eisen- und Kobaltwerken zu Bieber. Die Kobaltwerke da­selbst waren durch Indolenz der Beamten, schlechte Beauf- sichtigung der Arbeiter und überhaupt mangelhafte Anord­nungen vor ein paar Jahren dahin gekommen, daß schon die Frage aufgeworfen wurde: ob dieselben fortbetrieben oder niedergelegt werden sollten? Das letztere würde höchst­wahrscheinlich bald eingetreten sein, wenn nicht ein junger Mann, der dort im Borbereitungsdienste stand, sich der Sache energisch angenommen und die Dberbehörde zu einer gründlichen Untersuchung und zu zweckmäßigen Maßregeln veranlaßt hatte, wodurch das Werk zum Helle vieler Fa­milien erhalten wurde.

Zum Danke dafür wurde derselbe auch entlassen, weil sein Auftreten gegen die Local-Beamten sich nicht mit der Subordination in Einklang bringen lasse. Die Eisenwerke daselbst sind aber seit mehreren Jahren sehr zurückgekommen, während alle anderen des In - und Auslandes vorwärts gehen — und stehen gegenwärtig so, daß sie trotz der günstigeren Verhältnisse die Concurrenz mit den umliegenden Privathammerwerken des Auslandes nicht auszuhalten ver­mögen.

Hohe Bedeutung und Wichtigkeit der Volksbildung.

Ein Beitrag zur Weckung und Hebung des In­teresses ander allgemeinen Volkssch ul e, der Volks-, Bürger- und R e a l sch u l e.

Motto: „Die Volksbildung ist und bleibt die Basis, auf der das Staatswohl ruht, und wenn sie vernachlässigt wird, so schlt allen Gesetzen und Einrichtungen, wie gut und zweck­mäßig sie auch an sich sein mochten, die wichtigste Bedingung ihres gedeihlichen Erfolgs für das Beste des Volks. Frei­sinnige Verfassungen und Staarseinrich- tungen sind ohne den entsprechenden Grad von Volksbildung nichts als todte Formen, und sie haben weder Halt noch Segen in einem Lande, das auf einer niedrigen Stufe der Bildung steht. Nur für ein gebil­detes Volk sind sie eine Wohlthat."

Dr. H. Gräfe.

Um die allgemeine Aufmerksameit auf einen Gestenstand, die Volksbildung zu lenken, welche von der höchsten Be­deutung und Wichtigkeit für die Erhaltung und Befesti­gung der Verfassung und aller Institutionen ist, erlauben wir uns vorläufig in gedrängter Kürze, statt einer Ab­handlung, das, was bedeutende Männer der Vor- und Neuzeit, denen das Wohl des Volkes so sehr am Herzen lag und liegt, über diesen Gegenstand gesagt haben, zu­sammenzustellen und hoffen, sollte uns unsere Berufs­thätigkeit Zeit gönnen, weitere Mittheilungen darüber fol­gen zu lassen.

»Sattsam hat man erkannt, daß nichts besser allem öffentlichen Unfuge, allen Empörungen, Verschwörungen,

Verbrechen jeglicher Art steuert, dem Regierenden die Last des Regierens leichter macht, als Aufklärung, Un­terricht, Erziehung des Volks; daß kein ö ff ent: liches Capital sich höher vorzinst, als das, was für Jugendbildung, für Schulen und Er­ziehungsanstalten angelegt und verwendet wird. Hefft er.«

»Der Schwerpunkt einer Nation beruht in Gesittung und Bildung der Masse; ein Ziel, welches nur durch zweck­mäßig geleiteten Unterricht erreicht wird. Aus diesem Grunde fordern wir eine zeitgemäße Umgestaltung der Volkschule! Fr. Harkort.«

»Das allerwirksamste Mittel, um die Verfassung eines Staats zu erhalten, ist, daß man die Jugend in dem Geiste dieser Verfassung erziehe. Dr. E. Münch.«

»Die Wohlfahrt des Landes beruht auf den unteren Klas­sen, welche die Grundlage der Pyramide bilden. Am passend­sten wird die Erziehung derselben in einer Zeit begonnen, wo arme Eltern noch kein Gewicht auf die Arbeit der Kin­der legen können. Lord Brougham.«

»Ich bin gesonnen, das Wohl und Gedeihen meiner Län­der hauptsächlich auf die sorgfältige Entwickelung der gei­stigen Kräfte zu gründen; denn wahre Intelligenz macht die Grundlage des Staates aus.

Fr. Wilhelm III., König von Preußen.«

»Die Prinzipien, welche den Staat regieren sollen, müssen dem Geiste des Volks mitgerheilt, das Volk muß daran und dafür erzogen werden, die Erziehungsanstalten des Volks, die öffentlichen Schulen müssen in ihrem Geiste wirken. Es ist nicht genug, daß man die Grundsätze der Menschen-Erziehung aufsteUt; man muß auch die Grund­sätze der Erziehung einer einzelnen Nation entwickeln und feststellen. Erzieht man den Menschen nicht, so bleibt er ein Thier; erzieht man die Nation nicht, so verwischt sich leicht die Eigenthümlichkeit derselben, und es entsteht die Gefahr, daß das eigenthümliche, nationelle Gepräge von fremdartigen Einflüssen verdrängt wird; erzieht man den Bürger des einzelnen Staats nicht für die Interessen und nach den Prinzipien, die nach der allgemeinen Vernunft der einsichtsvollsten Bürger in demselben für die Gegen­wart und Zukunft die höchste Geltung haben, so setzt man die Wohlfahrt des ganzen Staats auf das Spiel.

Dr. A. Diester weg.

(Fortsetzung folgt.)

Uranfang zu einen« Attentat auf unser freies Associationsrecht.

Wir wollen unsere Rechte, die wir dermalen erlangt haben, mit einer Eifersucht bewahren, die auch nicht den geringsten Schein eines Eingriffs duldet. Wir wollen wach­sam sein und den unscheinbarsten Anfang zurückweisen, so wird uns Arges nicht zugemuthet werden.

Thatbestand! — Die israelitische Gemeinde seufzt schon seit einem Vierteljahrhundert unter dem furchtbarsten Druck und der Willkürherrschaft ihrer Vorgesetzten. Jetzt, wo Alle wach sind, will sie auch nicht schlafen. Es vereinigen sich meh rere Mitglieder dieser Gemeinde, um eine Versammlung zu bewerkstelligen, worin ein Comite gewählt werden feil, den ganzen Haushalt zu prüfen. Bei dem israelitischen