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Gemüther wahrhaft erhebende, Zuschriften zugegangen, aus denen wir vorzugsweise die nachstehenden Mittheilungen für geeignet zur weiteren Veröffentlichung durch diese Blätter halten.

Eine von dem Volksverein zu Münden, auf Veran­lassung der feierlichen Erklärung der Nationalversammlung, an der in zweiter Lesung beschlossenen und verkündigten Reichsverfassung nebst dem Wahlgesetze unwandelbar fest­zuhalten, an diese hohe Versammlung gerichtete Adresse enthält insbesondere folgende Stellen: „So wie überall, wo man noch ein Herz für die deutsche Sache hat, so ist auch in dem von uns vertretenen Vereine jene feierliche Erklärung mit großer Freude entgegengenommen, und ob wir auch wissen, daß es mit dieser Erklärung noch nicht genug ist, so zweifeln wir doch nicht, daß Sie, hohe Vertreter der deutschen Nation, nöthigeufalls auch that­sächlich besiegeln werden, was Sie in jener mannhaften Erklärung dem deutschen Volke verkündet haben. — — Schrecken Sie nicht zurück vor der Verantwortlichkeit, vielleicht die Ursache einer neuen Revolution zu sein; aber wenn Sie, fürstlichen Machtsprücheu gegenüber, festhaltend die Macht, die einer constituirenden Versammlung zukommt, nur vor der physischen Gewalt zurücktreten; so wird das Vertrauen des Volks Sie auch in Ihr Privatleben beglei­ten, bas Volk wird sich um Sie schaaren und auf Sie hören; Sie werden die Leiter und Lenker jeder Bewegung fein.--Darum nochmals: Stehen Sie fest und wägen Sie nicht ängstlich ab, was Sie beschließen wollen! Es gilt die Durchführung der vor der deutschen Nation feier­lichst abgegebenen Erklärung! Mögen die Maaßregeln, die Sie ergreifen, dieser Erklärung würdig sein!" Zu­gleich hat der genannte Verein sich an das Gesammtmini- sterium zu Hannover mit dem dringenden Anträge gewen­det, daß die (vertagte) Ständeversammlung sofort wieder berufen, und die Reichsverfassung im Ganzen und Einzel­nen unbedingt anerkannt werde.

Eine Adresse des Hauptvereins der Aemter Franke­nau und Gemünden an die Nationalversammlung schließt mit den Worten: „Indem wir uns vollkommen der einer hohen Nationalversammlung übergebenen Adresse des Vor­ortes des nationalen Vereins für Deutschland vom 8. April d. I- (oben S. 76) anschließen , versichern auch wir Euch, den Männern des ersten deutschen Parlaments, baß wir zu diesem Parlamente stehen werden, fest, treu und zu­versichtlich, wie seither, daß wir seine uns gegebene Ver­fassung als das vollgültigste Grundgesetz des deutschen Volkes erkennen, es als solches bewahren und auszuführen helfen werden, wie es aller Deutschen Psticht ist. Bleibt muthig, standhaft und besonnen, empfehlet Eure Sache, des deutschen Volkes Sache, Gott, und stützet Euch mit

Zuversicht auf das Volk, das Euch berufen hat und Eure Macht ist, auf das treue und feste deutsche Volk!"

Auch der Bürgerverein zu Altenburg (vergl. oben S. 82) hat in dieser Angelegenheit eine Adresse an die Nationalversammlung gerichtet, aus welcher wir vorzugs­weise die folgenden Stellen ausheben: „Die Majorität des deutschen Volkes hat sich gelobt, die Beschlüsse einer hohen Nationalversammlung gegen alle ungesetzlichen, anar­chischen wie reaktionären, Angriffe aufrecht zu erhal­ten. — Wir haben einen Theil dieses Gelöbnisses bereits erfüllt. Als eine Minorität im blinden Fanatismus, Alles überstürzend, das deutsche Parlament verachtend, die rothe Fahne der Republik auf umgestürzten Thronen auf­pflanzen wollte, da haben wir fest und treu zu unserem Parlamente gestanden. — — Nun aber sehen wir von Neuem, wie sich das Interesse einzelner Fürsten von dem Interesse des ganzen Volkes trennt. Wir sehen die durch den starken Willen der Nation, unter der in den Zeiten der Noth ausgesprochenen Zustimmung der Fürsten, ge­schaffene Souveränetät der Nationalversammlung verleug­net. Kabinetsbeschlüffe, diplomatische Ränke, werden aber nimmermehr den Strom unserer Bewegung, werden nim­mermehr das Schicksal des deutschen Volkes bestimmen dürfen. Was wir nach langem Hoffen und Harren als vollendet betrachten, unsere neue deutsche Verfassung, darf von keiner Gewalt in Frage gestellt werden. Das deutsche Volk wird seinem Gelübde treu bleiben, die Be­schlüsse der Nationalversammlung nicht nur gegen anarchi­sche, sondern auch gegen reaktionäre Bestrebungen auf­recht zu erhalten, es wird sich die neue deutsche Verfas­sung in keiner Weise verkümmern lassen. Darum rufen wir Euch, den Vertretern der deutschen Nation, zu: Seid einig, einig und stark! Die Hoffnung des Vater­landes ruht auf Euch, die Geschichte zeichnet Eure Thaten in eherne Tafeln. Gott ist mit uns und unserem guten Rechte! Und wie zu Eckernförde der Uebermuth eines bethörten Volkes vor deutschem Muthe und Gottvertrauen die stolze Flagge neigen mußte, so werden alle Fahnen sinken, die Deutschlands Feinde erheben."

Von dem Vaterlandsvereine zu Neukirchen gelangte an uns der, immittelst schon erledigte, Antrag: „Der Vorort des nationalen Vereins für Deutschland wolle Namens Seiner und der mit ihm verbundenen Vereine den Bewohnern des Königreichs Würtemberg für die bewiesene wahrhaft deutsche und feste Haltung die Anerkennung und den Dank sämmtlicher Vereine aussprechen."

Der Ausschuß des vaterländischen Vereins zu Gie­ßen hat den nachstehenden Zuruf an seine Mitbürger in Oberheffen erlassen, und uns zu weiterer Verbreitung mitgetheilt: „Alle deutsche Fürsten, nur die Könige nicht,