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Blätter
des KâtiVNâlLM BexeimLs ffit DKUtfchlând,
veröffentlicht
durch den Vorort dieses Vereines.
Ufr. 15. Cassel, den 7. April. 1S49.
Diese Blätter erscheinen wöchentlich ein Mal, einen halben Bogen stark. Beilagen werden nach Bedürfniß beigefügt. Für daS lausende Quartal sind die fehlenden Nummern für Januar durch Doppelnummern nachgeliefert. Der Abonnementspreis beträgt 7% Sgr. für das Quartal, wofür alle Kurhessischen Postämter sowie alle Buchhandlungen ohne Preiserhöhung Bestellungen annehmen. Bei den übrigen Postämtern wird nur ein geringer Aufschlag berechnet werden. Anzeigen jeder Art werden die Petitzeile oder deren Raum mit 1 Sgr. berechnet.
Zur Statistik deS nationalen Vereines.
Der nationale Verein ist fortwährend in erfreulicher Ausdehnung begriffen. So hat sich demselben zunächst weiter angeschlossen der Bürgerverein zu Coburg, diesen seinen Beitritt durch folgende, nur allzu wahren, Worte motivirend: „Je mehr gerade jetzt die Gefahr und Noth des Gesammtvaterlandes durch die unheilvollen Ereignisse zu Frankfurt wächst, desto dringender fühlen wir das Bedürfniß des Anschlusses an gleichgesinnte und Gleiches erstrebende Vereine. Nur beharrliches Zusammenwirken gibt die Kraft zur Ueberwindung der drohenden Gefahren: entweder einer Zersplitterung im Inneren mit Abhängigkeit von Außen, oder einer neuen Revolution mit Einführung der socialen Republik."
Sodann der constitutionelle Verein zu Quedlinbürg, zwar mit dem Vorbehalt der Abänderung eines Punktes unseres Programms, worüber wir demselben jedoch eine, vorläufig wohl genügende, Erläuterung gegeben, zugleich aber einen desfallsigen Antrag bei der Generalversammlung von Abgeordneten sämmtlicher Vereine, die wohl, nachdem die öffentlichen Zustände unseres großen Vaterlandes in Gemäßheit der, hoffentlich bald ins Leben tretenden, Reichsverfassung festgeordnet sein werden, als nothwendig erscheinen dürfte, in Aussicht gestellt haben.
Ferner auch der Verein für deutsche Einheit und gesetzliche Freiheit zu Regensburg und Stadtamhof, vorerst zu allgemeiner Verbindung mit Beibehaltung seiner bisherigen Selbstständigkeit; durch welchen Vorbehalt der Vorort sich zu einer näheren Auseinandersetzung des Verhältnisses aller einzelnen Vereiue zu der Gesammtheit des
nationalen Vereins, und insonderheit zu dem, bloß mit der Geschäftsführung für denselben betrauten, Vorort, veranlaßt gefunden hat, um damit nachzuweisen, daß durch dieses Verhältniß die Selbstständigkeit der Er'nzelvereine in der That nicht weiter beschränkt werde, als es die unverbrüchliche Festhaltung der in dem Programm des nationalen Vereins ausgesprochenen Grundsätze — mit denen auch der genannte Verein sich für einverstanden ausdrücklich erklärt hat — von selbst mit sich bringt.
Noch während des Abdrucks dieses Blattes gelangte an den Vorort ein Schreiben des neugestifteten deutschen Vereines zu Augsburg, im Wesentlichen folgenden Inhalts: „Eure Tendenz ist auch die unserige, Eure Bestrebungen für die Einheit und Freiheit des deutschen Vaterlandes sind dieselben, welche unseren Verein gründeten. Das große, herrliche Ziel, das alle Gutgesinnten zur Begründung der deutschen Freiheit und Einheit in gleicher Weise mit Muth und unerschütterlichem Vertrauen beseelt, verbindet sie auch zu gleichem Wirken. Diese Vereinigung, durch welche Deutschlands Sohne in allen Gauen ihres großen Vaterlands sich als Brüder erkennen und immer enger zur unauflöslichen Kette anschließen werden, bethätigen wir zunächst mit Euch durch die Erklärung, daß wir gerne mit Euch in Verbindung treten wollen." Eine nähere Mittheilung hierüber behält sich der genannte Verein, jetzt noch mit der Gründung von Filialvereinen in seiner nächsten Umgebung beschäftigt, bevor. Dem Schreiben ist, außer dem Programm und den Satzungen des Vereins, ein Aufruf an dessen Mitbürger im Kreise Schwaben und Neuburg, zu deutschen Vereinen im Sinne jenes Programms zusammenzutreten, und mit ihm gemeinsam zu wirken, beigefügt