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anlaßt, sich enger zusammen zu schaaren und in einem Programm ihren festen Entschluß auszusprechen, an der Basis und den wesentlichen Consequenzen des deutschen Bundesstaats festzuhalten.

Das von ungefähr 220 Abgeordneten im Saale des Weidenbusch unterzeichnete Programm lautet:

Wir Unterzeichnete vereinigen uns, ge­meinschaftlich dafür zu wirken, daß die bei der ersten Lesung angenommenen Grundlagen und Konsequenzen des deutschen Bundesstaates im Wesentlichen feftgehaltcn werden."

Insbesondere betrachten wir die Bestim­mungen der §§. 2 und 3 vom Reich, des tz. 1 vom Reichstag, und des §. 1 vom Reichsober­haupt, als solche, welche nicht aufgegeben werden dürfen."

Jeder Verzögerung, jeder Unterbrechung des Verfassungswerkes werden wir entgegen- treten, sie komme von welcher Seite sie wolle."

Es ist aber nothwendig, daß auch das deutsche Volk in seinen verschiedenen Kreisen sich ausspreche, und die­jenigen seiner Vertreter, welche eine aus dem Willen der Nation hervorgegangene Centralregierung mit kräf­tiger Volksvertretung wollen, moralisch stütze. Eine selbst­ständige und nur die Interessen von ganz Deutschland be­rücksichtigende Reichsregierung ist bei einem durch den Willen der Einzelstaaten bestimmten Directorium nicht möglich, die Unverantwortlichkeit einer solchen viel­köpfigen Regierungsmaschine, welche kein Gewissen hat wie der einzelne Regent, ein Hohn gegen die staatliche Rechts­ordnung , die Minister-Verantwortlichkeit eine Lüge, und die Tendenz der, nicht die Nation als einheitliches Ganze repräsentirenden, Directorial-Regierung, die Volks­vertretung zu entkräften und möglichst bald ganz zu besei­tigen, eine nothwendige Folge!

Sprecht Euch daher aus, Ihr Männer Deutschlands, daß Ihr eine solche Verfassung nicht wollt, daß Ihr nicht dazu Euere Vertreter zur constituirenden Versainmlnng gewählt habt, und daß Ihr sie nicht deshalb fast ein Jahr lang habt tagen lassen, um schließlich mit dem alten Bundestage in etwas veränderter Auflage wieder beglückt zu werden!

Frankfurt a. M. Anfangs März 1849.

Zur Statistik des nationalen Vereines.

Der Bürgerverein zu Rinteln ist dem nationalen Vereine beigetreten, so daß nunmehr der zu demselben

gehörige kurhessische Landesverein im Ganzen 27 Zweig­vereine, nebst mehreren darunter begriffenen Ortsvereinen, zählt.

Einen sehr bedeutenden Zuwachs hat sodann der natio­nale Verein durch das gedeihliche Wachsthum des badi­schen Landesvereines gewonnen. Dessen Vorort, der vaterländische Verein zu Mannheim, hat über die Be­gründung und den Fortgang dieses Landesvereines folgende nähere Mittheilungen gemacht, welche über die öffentliche Stimmung und den Geist im Südwesten erfreuliche Auf­schlüsse geben.

Den 29. Oktober v. I. kamen auf Einladung des Karlsruher Vereins die Abgeordneten nachfolgender sechs Vereine in Baden zusammen, und begründeten daselbst den Landesverein durch Annahme der von dem Karlsruher Verein entworfenen Satzungen. Vertreten waren daselbst die Vereine von Karlsruhe, Mannheim, Rastadt, Baden, Kandern und Sulzburg. Der Mannheimer Verein wurde zum Vorort erwählt, und dieser ließ es sich angelegen sein, die übrigen badischen Vereine, welche der gleichen politischen Richtung angehörten, zum Beitritt ein­zuladen. Es traten alsbald bei: Die Vereine von Hei­delberg, Eppingen und Rheinbischofsheim. So bildeten diese neun Vereine gegen Ende des Jahres 1848 den badischen Landesverein. Dieser hatte mit Zustimmung aller verbundenen Vereine seinen Anschluß an den in Cassel begründeten nationalen Verein bewirkt. Eine weit größere Ausdehnung hat der Landesverein aber erst gewonnen, als wir, veranlaßt durch die beiden Aufrufe des provisorischen Landesausschusses der Volksvereine vom 7. und 8. Januar d. J. unsere beiden Ansprachen an das badische Volk erließen. Jetzt erst schien man allgemein einzusehen, um was es sich handelte; der ganze Umfang der Gefahr ließ die Nothwendigkeit der schleunigsten Er­greifung wirksamer Gegenmittel erkennen, und mit Er­staunen sah man allenthalben in unserem Großherzogthnm vaterländische Vereine erstehen. So in Weinheim, wo der Verein bald auf 120, so in Sinsheim, wo er auf 140, so in Hornberg im Schwarzwald, wo er bald auf 110 Mitglieder anwuchs; so in Bruchsal, wo sich gleich Anfangs 480 Personen einzeichneten; so in Dur- lach, wo der Verein schon 120, und in Gernsbach, wo er schon 173 Mitglieder zählt. Am Bedeutendsten für unsere künftige Wirksamkeit ist wohl die Begründung eines Vereines in Freiburg, weil das ganze Oberland ohne Zweifel dem Beispiel der Hauptstadt des Breisgaus folgen wird. Staufen hat sich auch bereits als Filial an diese angeschlossen. Der Freiburger Verein zählte bei seiner Begründung 330 Mitglieder, denen in den folgen­den Tagen 101 Personen beitraten. Außer diesen neu