Einzelbild herunterladen
 

389 --

isbige Straff, die strappede corda uff den Universiteten Italia in viel geringschätzigere Expressen genuchlich und o gegen Hanß Bonicken sohn undt andere gebraucht worden ist.

Da nuhn die Studenten wie S. f. G. Sich genßlich rfehen wollen, der Kuxen solcher gestalt wie obstehet müsig gehen undt darvor ihn bücher und studirenß mitt fleiß -warten werden, so dürfen sie sich auch herwieder der Straff )ch sonsten einiger beschwerung mitt Nichten befahren.

Uff den dritten Artikul die Beholtzungk Grentz undt hißen anlangender, dieweil derselbige gahr dunckell undt in lecie nichts angezeigt wurde, undt S. f. G. nichts wißen, aß dormitr gemeint oder wen es angehe, so haben S. f. i. auch Sich nichts erklercn können. Welcher aber ansuchen ad in specie wo undt waß er für mangell hab, den oder -mselbkgen die Billigkeit wiederfahren zu laßen, S. f. G. lediglich verschaffen wollen.

Zum 4ten der Ritterschafft eigne Underthanen anrurende arauff ersteren Ihre f. G. Sich. Es wüsten S. f. G. -ich zu erinnern, daß oftmahß beschwerlich Klagen, von etz- chen der Ritterschafft Underthanen an S. f. G. gelangeten, elchermaßen sie von ihren junckern wiedder die billigkeit eschweert, eines theilß auch erger alß die Hunde gehalten -erden.

Da wollen Ihre f. G. gern hören, wie man undt mit -aß fuegen, ihnen ir klagen in billichen fachen wehren, undt aß recht, wan sie sich darzu erpieten, abstricken und beneh- aen könnte.

Undt ob S. f. G. alß der Landesfürst der gebotenen echts Verhelffungk mit fug verweigern möchte.

Die Ritterschafft sollen ihre armen Undersassen, wie ihre -orfahren gethan, halten undt wieder pilligkeit mit ungebühr­lichen Newerungen nitt beschweren, so würde auch deß Kla- zens zu guten theill nitt von nöten sein.

Uff den 5ten Artikul der Ritterschafft, die Jacht, Hude, Weide undt siehe trifft belangende erkleren I. f. G. Sich also, daß diejenigen, so sich der Jacht halben beschwert befinden, sich in specie anzeigen, so wollen S. f. G. ge- bürliche Antwort geben, doch wollen Ihre f. G. edliche, mitt denen Sie der Jacht halben irrigk worden, anzeigen, alß nemlich die Schencke wollen im Holtzschcit undt rentzbergk Hirschwildpret, undt sew jagen, welches bei S. f. G. Vor­fahren weder bei Landgraff Henrich, Landgraff Wilhelm dem Jüngern, noch S. f. G. Herr Vatter sehliger Hochlöblicher gedenknüß, nit geschehen wehre. Deßhalben S. f. G. eß auch nicht gestatten könnten, Hasen aber weigern Jhro f. G. nicht zu jagen.

Deßgleichen wollen die Schencke im eusergericht auch jagen, dadoch der Vertragk kein Wort von Einiger Jagt

meldet, noch dennoch laßen S. f. G. zu, daß sie an etlichen orten, doch S. f. G. wiltfuhr ohne Schaden Rehe und Ha­sen jagen mögen, sunsten wissen Jhro f. G. im Oberfürsten­thums niemants nitt, dem S. f. G. der Jagt halben strei­tig sey. Die Riedesell würden nicht sagen können, daß Jhro f. G. ihnen der Jagt halben Eintrag thuen. Im Nicder- fürsteuthume lassen S. J. G. die von Boineburgk auch bei ihrer jagt bleiben, so fern sie in den Höltzern jagen/ so ihrer sein. Mit denen von Hundelßhausen hatt S. f. G. Irrung, daß nemlich, daß sie sich nach S. f. G. Herrn Vatter sehli- gen Dode haben anmaßen wollen, durch Vorschub deß alten Reinhart von Boineburg, welcher ihnen gahre dazu geliehen am Stöltzingk zu jagen, welchß S. f. G. nicht leiden haben wollen, deßgleichen an der Heckenwiese vorm Eißberge, auch an der Heck ligen am schelff vorm Meissner, da aber Jhro f. G. ihnen der Jagt halben niemahlß gestunten, undt noch nicht gestentig ist.

Die Trotten laßen S. f. G. r'agen, wo sie wollen in ihren höltzern..

Die von Dalwig haben undterstanten am Lindenberg und Langenberg zu jagen, welches ihnen bei S. f. G. Hrn. Vatter nicht gestanten und dcrowegen abgeschafft worden, vermöge cineß vertragß, welcher in beysein ihres freindts Adolff Rawen undt anderer uffgericht, deß gehalten Jhro f. G. Sich.

Falckenbergk haben auch in ihren Höltzern Hirschjagt machen wollen, welches doch ihre Eltern nicht understanten, allein daß eß diejenigen angcfangen, welcheß S. f. G. nicht leiden wollen. Wann sie aber Hasen jagchten, auch etwan ein Rehe, doch außer der Coppelzeit zu ihrer Ehren in ihren Höltzern singen, würden S. f. G. sogahr nicht darwider sein.

Mit denen von Baumbach wissen S. f. G. keine Ir­rung, allein daß sie seither Eolmatzen Dode unterstanten, in einem Holtz, daß gen Reichelßdorff hört, zu jagen, welches sie nicht zu thuen re.

Apel von Bcrlipschkn der undernimt sich auch jagenß, da vor sein Vatter E'ünther Rehe gejagt, da will er Wil- pret jagen, welcheß S. f. G. nicht zulaßen können, sonder­lich wann er zu Unzeiten und im Winter, wan die Hirsch gahr mager sein, jagen woll.

Undt ob Jemants weiter wehr, so sich beschweren thete, der mng ansuchen, wolle S. f. G. Sich in antwort verneh­men laßen. Der Hude, Weide, und Treibenß halber, so Jemant deßwegen beschwert befinde, der mag anzeigen, wo und welcher gestalt ein Eintrag geschehe, daß will S. f. G. anhören, undt waß billich sein wirt, wiederfahren lassen ').

Signatum Marburg am 3ten Juny. A n c.

Philipß, Landtgraff zu Heßen.